Kompetenzorientierung

Kompetenzbergiff nach Weinert (2001):

 

Kompetenzen sind " die bei Individuen verfügbaren oder von ihnen erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können".

 

"Kompetenzen (...) liegen nicht nur in individueller sondern auch in gesellschaftlicher Verantwortung. Es ist eine kollektive Aufgabe und Herausforderung den Anforderungen unserer Zeit und der absehbaren Zukunft zu begegnen." (Lenz (2011): Wertvolle Bildung. Kritisch ..., Skeptisch ..., Sozial ..., 116)

Übersicht über aktuelle Kompetenkonzepte

Lernen für die Zukunft - Gestaltungskompetenz und ihre Teilkompetenzen

BLK / Transfer 21 - Gerhard de Haan / Dorothee Hardenberg (2009)

Unter Gestaltungkompetenz wird das "nach vorne weisende Vermögen, die Zukunft von Sozietäten, in denen man lebt, in aktiver Teilhabe im Sinne nachhaltiger Entwicklung modifizieren und modellieren zu können" (de Haan / Harenberg 1999, 62).

 

Die Gestaltungskompetenz umfasst zwölf Teilkompetenzen:

  1. Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen können
  2. Vorausschauend Entwicklungen analysieren und beurteilen können
  3. Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln können
  4. Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen können
  5. Gemeinsam mit anderen planen und handeln können
  6. Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigen können
  7. An kollektiven Entscheidungsprozessen teilhaben können
  8. Sich und andere moti-vieren können, aktiv zu werden
  9. Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können
  10. Vorstellungen von Gerechtigkeit als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen können
  11. Selbstständig planen und handeln können
  12. Empathie für andere zeigen können

Das Bilungsziel der Gestaltungkompetenz zeigt Parallelen zum Kompetzenkonzept der OECD (DeSeCo - Definition and Selection of Key Competencies) auf, das darauf abzielt, Kompetemzem zu fördern, um individuelles Leben und auch das von Gemeinschaften lokal und global erfolgreich gestalten zu können.

DeSeCo: Definition and Selection of Key Competencies

OECD 2005

Interaktive Anwendung von Medien und Mitteln (Tools)

Interagieren in heterogenen Gruppen

Eigenständiges Handeln


Fähigkeit zur interaktiven Anwendung von Sprache, Symbolen und Text


Fähigkeit zur interaktiven Nutzung von Wissen und Informationen


Fähigkeit zu interaktiven Anwendung von Technologien

Die Fähigkeit, gute und tragfähige Beziehungen zu anderen Menschen zu unterhalten

 

Kooperationsfähigkeit

 

Fähigkeit zur Bewältigung und Lösung von Konflikten

Fähigkeit zum handeln im größeren Kontext

 

Die Fähigkeit, Lebenspläne und persönliche Projekte zu gestalten und zu realisieren

 

Wahrnehmung von Rechten, Interessen, Grenzen und Erfordernissen


Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

KMK / BMZ 2007

Erkennen

Bewerten

Handeln


Informationsbeschaffung und –verarbeitung

Erkennen von Vielfalt

Analyse des globalen Wandels

Unterscheidung gesellschaftlicher Handlungsebenen

Perspektivwechsel und Empathie

Kritische Reflexion und Stellungsnahme

Beurteilen von Entwicklungsmaßnahmen

Solidarität und Mitverantwortung

Verständigung und Konfliktlösung

Handlungsfähigkeit im globalen Wandel

Partizipation und Mitgestaltung


Schlüsselkompetenzen für globales Denken und Handeln

Marco Riekmann 2011

  1. Kompetenz zur Ambiguitäts- und Frustrationstoleranz
  2. Bewertungskompetenz
  3. Kompetenz zu Empathie und Perspektivenwechsel
  4. Kompetenz zum gerechten und umweltverträglichen Handeln
  5. Kompetenz zum interdisziplinären Arbeiten
  6. Kompetenz für Kommunikation und Mediennutzung
  7. Kompetenz zum kritsichen Denken
  8. Partizipationskompetenz
  9. Kompetent zur Planung und Umsetzung innovativer Projekte und Vorhaben
  10. Kompetenz zum vernetzten Denken und Umgang mit Komplexität
  11. Kompetenz zum vorausschauenden Denken
  12. Kompetenz zur Zusammenarbeit in (heterogenen) Gruppen

Schlüsselkompetenzen (Key Compitencies in Sustainability)

Armin Wiek 2011

  1. Systemische Kompetenz
  2. Kompetenz zum vorausschauenden Denken
  3. Normative Kompetenz
  4. Strategische Kompetenz
  5. Interpersonale Kompetenz

Kompetenzfelder im Kontext der Zukunftsfähigkeit der nächsten Generation

Werner Lenz 2011, 2012

  • sich informieren und Wissen erwerben
  • analysiseren und beurteilen
  • kommunizieren und handeln
  • Komplexität erfassen und in Großorganisationen mitbestimmen
  • interkulturelle und transkulturelle Kompetenz
  • an Weltbildern arbeiten und über die Bilder kommunizieren

In der Diskussion um Kompetenzbereiche, "die die Zukunftsfähigkeit der nächsten Generation garantieren sollen", haben sich die folgenden Kompetenzen herauskristalisiert: "sozial-kommunikative Kompetenz, Fach- und Methodenkompetenz, personale und Handlungskompetenz.Mit politischem Akzent, der die Stärkung der Demokratie und die Teilhabe am gesellschaftlichen Wandel sichern soll hat der Sozialoge Oskar Negt (1997) Kompetenzen formuliert: ökologische, technologische, historische sowie Gerechtigkeits- und Identitätskompetenz. Die Kompetenz Zusammenhänge herzustellen sieht er allen andern übergeordnet.  (...)"

 

"Abseits der genannten Kompetenzen fällt (...) auf, das wir in einer Welt der Unsicherheit, Abhängigkeiten und Ungewissheiten leben - bedarf es da nicht einer Relativitätskompetenz? Die Bedeutung von Bildung und Lernen stellt sich individuell und gesellschaftlich - brauchen wir persönliche und kollektive Bildungskompetenz? Wenn wir an Entscheidungen, die die globalisierte Welt aber auch unser regionales Umfeld betreffen, teilhaben und beeinflussen wollen, hilft dabei nicht eine Kompetenz eingreifend zu denken und zu handeln - eine Kompetenz des Mitgefühls und des Zuhörens sowie des Entdeckens innovativer Lösungen?" (Lenz (2012): Bildung - Eine Streitschrift. Abschied vom lebenslänglichen Lernen, 164ff.)

Unterzeichnen

Generationenmanifest

Zukunftsfähigkeit erfordert mehr als ein paar kosmetische Korrekturen. Und sie braucht den Schulterschluss mit den Schwellen- und Entwicklungsländern, die aufgrund ihrer dynamischen Entwicklung eine besondere Bedeutung für alle Themen der Nachhaltigkeit haben. Wir müssen mit langem Atem und konsequent auf eine ökologisch und sozial gerechtere Gesellschaft hinarbeiten.

Fragen

Fragen stellen - abgeordnetenwatch

Anregen

"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." (Friedrich Nietzsche)

Christoph Süß & Band - Letzte Bestellung (2010)

Nach Jahren endlich wieder ein neues Album! - Element of Crime - Lieblingsfarben und Tiere (2014)

Pippo Pollina - L´appartenenza / Die Zugehörigkeit (2014) u.a. mit Martin Kälberer

Schmidtbauer / Kälberer - Wo bleibt die Musik (2014)


"Auf einmal fand ich mich südlicher denn je, tiefer in der Musik denn je. Denn wenn man nach Istanbul kommt, dann ist man mitten in der Musik. An jeder Straßenecke wird musiziert, abends verwandelt sich die Stadt in einen riesigen Open-Air-Live-Club voll mit Groove und Klängen. ..."

"Der beste Weg zur Bildung ist der Schulweg!" Sigrid Klausmann, Regisseurin

HUNDERT99 KLEINE HELDEN - Sirgid Klausmann-Sittler und Walter Sittler zu Gast in der Fernsehsendung DAS! im NDR

Machen

"links und frei" - Herausforderung SPD

100 Jahre Willy Brandt - "links und frei"

Peter Brandt (2013): Mit anderen Augen. Versuch über den Politiker und Privatmann Willy Brandt. Dietz.

Portal zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland

"Brücken in die Zukunft"

Wie gestalten wir als Gesellschaft die kommenden Jahre und Jahrzehnte, welche "Brücken" müssen wir bauen, um einen lebenswerten Planeten für nachkommende Generationen zu gestalten?

 

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